Zugspitz Trail Challenge 2017

– Lauftreff
Nils Rock The Top

Am 22. Juli war es soweit, der Zugspitz Marathon stand auf dem Programm.

Am Vortag gemeinsam mit den Laufkollegen Andreas Farwick vom TVG und Tanja Spiekermann aus Bad Essen nach Ehrwald angereist, mussten wir am Samstag früh aus dem Bett. Start um 5 Uhr morgens! Genau meine Zeit…

;-) Noch im Dunkeln ging es erstmal weg von der Zugspitze in Richtung “Grüner Ups”, gleich mal 900 Höhenmeter, es sollte ja nicht langweilig werden. Die Strecke war bestens ausgeschildert, aber aufgrund der vielen Regenfälle der letzten Tage anspruchsvoll zu laufen. Zumindest war es nach kurzem Nieselregen am Start mittlerweile trocken. Nach dem ersten Berg lief es sich trotzdem ganz gut. Aber dann begann nach der zweiten Verpflegungsstation der Aufstieg zur Biberwierer Scharte. Landschaftlich sehr ansprechend, aber böse anstrengend mit über 1.000 Höhenmetern auf noch nicht einmal fünf Kilometern Strecke. Danach war der Akku leer, an der nächsten Verpflegungsstation wurden die Reserven erstmal in Ruhe aufgefüllt. Dort musste Andreas leider verletzungsbedingt vorzeitig aussteigen. Nun waren es noch 10 Kilometer, so lange ist mir diese Strecke noch nie vorgekommen… Gatterl und Knorrhütte wurden “im Tunnel” passiert, von der schönen Landschaft bekam ich zu dem Zeitpunkt leider nicht mehr viel mit. An Laufen war auch nicht mehr zu denken, es wurde zügig marschiert. Dann endlich die letzte Verpflegungsstätte “SonnAlpin”. Nur noch 900 Meter bis zum Ziel, allerdings mit 375 Höhenmetern, es hieß also kraxeln… Auf der letzten Rille kam ich dann nach 43,5 Kilometern und 3.965 Höhenmetern im Ziel ganz oben auf der Zugspitze an. Wir hatten Glück, dass die Wetterbedingungen die hohe Zielankunft zuließen, in den letzten Jahren war meist schon bei “SonnAlpin” Schluss. Die Tortur hat knapp über 9,5 Stunden gedauert und mir alles abverlangt, aber der Stolz, es geschafft zu haben, bleibt. 

An dieser Stelle vielen Dank an die Transalpin-Gruppe, bei deren Trainingseinheiten ich mich einklinken durfte. Ohne diese zusätzlichen Höhenmeter wäre diese Mission zum Scheitern verurteilt gewesen. 

Sonntag morgen ging es dann mit anfangs schweren Beinen auf die Halbmarathon-Strecke. Wenn man schonmal da ist, bucht man natürlich den Doppelpack… ;-) Die Läufe sind aber nicht miteinander vergleichbar.

Der HM hat lediglich 1.000 Höhenmeter und führt somit auch nicht bis ins Hochgebirge. Stattdessen standen Wälder, schöne Trailstücke und eine Skipiste auf dem Programm. Landschaftlich sehr schön und gut zu laufen.

Gegen Ende waren die Beine dann auch wieder auf Betriebstemperatur, sodass ich nach 2 Stunden 26 Minuten früher als erwartet im Ziel ankam.

Ein sehr schöner Abschluss eines sehr anstrengenden Wochenendes!

Nils Kramer VfR-Lauftreff