Von Oberstdorf nach Meran über den Fernwanderweg E5

– Lauftreff

Ein Bericht von Uwe Lukas-Nülle

Teilnehmer VfR Voxtrup Lauftreff: Michael Mönstermann, Thomas Asbrock, Frank Döllmann,
Michael Speldrich, Christian Biemann, Ulrich Poggemann, Uwe Lukas-Nülle und unsere
3 Wanderfreunde: Andreas Gayer, Frank Meyer Niehoff und Ralf Schmeling.

Bereits im April haben wir unsere ersten Wanderungen als Vorbereitung auf den E5 im Dörenberg und der Umgebung im Osnabrücker Land unternommen. Training muss sein, aber das was uns bei dieser Alpenüberquerung erwartete ist mit den Wanderwegen hier nicht zu vergleichen. Steile Aufstiege mit bis zu 1000 Höhenmeter am Stück, ausgesetzte Stellen, Geröll und große Stufen. Da ist „Mann“ schon mal 3-4 Stunden unterwegs. Der Ausblick, die Natur, das Wetter und die spitzen Stimmung in der Gruppe haben aber alle Strapazen zu einem Erlebnis gemacht. Unglaublich, dass selbst der nicht vorhandene Handyempfang nicht für Nervosität gesorgt hat. Einfach mal die Seele baumeln lassen, den Weg und die Berge genießen, das war die Devise. Mit unserem jungen, aber sehr erfahrenen Bergführer hatten wir auch Glück, er strahlte Ruhe aus und gab uns Sicherheit. Einige hilfreiche Tipps zur Ausrüstung und dem optimalen Schritt in schwierigem Gelände eingeschlossen. Eine unvergessliche Woche liegt hinter uns und die Pläne für 2020 wurden schon vertieft.

Der Berg ruft!!!

Hier der Ablauf unserer Alpenüberquerung.

1. Tag:
Anreise von Osnabrück nach Bad Hindelang, Übernachtung in einem Hotel.

2. Tag:Treffpunkt 12.00 Uhr in Oberstdorf vor dem Bahnhof am Brunnen. Mit Kleinbus geht es zur ersten Etappe bis in die Spielmannsau, 8 km. Aufstieg durch den Sperrbachtobel zur Kemptner Hütte (1845 m). Die Kemptner Hütte ist die größte Schutzhütte in den Allgäuer Alpen und Ausgangspunkt für diverse Wanderungen zu diversen Allgäuer Bergen.

3. Tag:
1/2 Std. Aufstieg und Wanderung zum Mädelejoch (1975 m), Grenze Deutschland – Österreich, weiter in 2 Std. Abstieg durch das Höhenbachtal nach Holzgau auf (1070 m) im Lechtal. Mit Kleinbus 13 km nach Madau (1400 m). In 2 Std. Aufstieg zur Memminger Hütte (2242 m / Österreich). Abends noch optionale Wanderung und Besteigung des Seekogel (2412 m), dem Hausberg der Memminger Hütte.

4. Tag:
1 Std. Aufstieg zur Seescharte (2600 m). 5 Std. Abstieg durch das “Zammer Loch” im Lochbachtal bis Zams (780 m) bei Landeck im Inntal. Bei uns wohnen Sie komfortabel im bekannten und historischen Fernwanderweg Etappen Ziel: Gasthof/Hotel “Gemse” oder einer Dependance. Möglichkeit für Gepäckdepot bis zur Rückreise am letzten Tag.

5. Tag:
Auffahrt mit der Venetbahn auf 2208 m zum Krahberg, Wanderung über die Goglesalm zur Gaflunalm und Abstieg nach Wenns im Pitztal (1000 m). Gehzeit ca. 4 Std. 30 Kilometer mit dem Taxibus durch das Pitztal bis Mittelberg auf 1700 m. Mittelberg ist die hinterste Siedlung im Pitztal. Nachmittags noch ca. 3 Std. Aufstieg zur Braunschweiger Hütte (2760 m, Österreich). Die Braunschweiger Hütte ist unsere höchste Hütte auf der bei der ersten Etappe: Oberstdorf – Meran des Fernwanderweges übernachtet wird.

6. Tag:
1 Std. Von der Braunschweiger Hütte Aufstieg zum Rettenbachjoch oder Pitztaler Jöchl (3000 m). Abstieg ins Gletscherskigebiet von Sölden. Hier zweigen wir vom E5 bezeichneten Fernwanderweg ab und es beginnt laut Meinung unserer Gäste, der schönste und interessanteste Teil der Alpenüberquerung. Kurze Busfahrt im Gletschertunnel zum Tiefenbachgletscher. Weiter auf dem einmaligen Panoramaweg bis Vent. Nach ausgiebiger Mittagsrast ca. 2 stündiger Aufstieg zur Martin-Busch-Hütte (2500 m, Österreich).

7. Tag:

2 Std. Aufstieg zur Similaun Hütte (3014 m), die direkt auf der Grenze Österreich-Italien, und am Fuße des Similaun (3606m), dem Gletscherdom, liegt. Bei guten Verhältnissen und Wetter Aufstieg zum Hauslabjoch und Besichtigung der Ötzifundstelle. Abstieg zur Similaunhütte. Nachmittags 2 Std Abstieg durch das Tisental zum Vernagt-Stausee in Südtirol. Hier haben Sie die erste Etappe erfolgreich abgeschlossen. Anschließend mit dem Bus bis Meran/Algund. Ankunft im Hotel in Meran am Nachmittag. Sie haben Zeit zum Bummeln. Nach abendlichem Spazieren durch die Lauben von Meran, geselliger Ausklang in einer Südtiroler Weinstube oder der gemütlichen Hotelterrasse

8. Tag:
Rückreise Tag. Organisierte Bus-Rückreise über den Reschenpass und Zams nach Oberstdorf.