Lichtensteiner Trail Marathon

– Lauftreff

Die Route hatte es in sich – über 2 000 Höhenmeter waren von den fast 400 Läuferinnen und Läufern beim Lichtensteiner Trail Marathon zu bewältigen. Größtenteils erfahrene Läufer aus ganz Deutschland und angrenzenden Nachbarländern haben sich dem Marathon mit 44 Kilometern gestellt, so Denis Wischniewski, Organisator des Veranstalters »Trail Magazin«. Angesichts der hohen Temperaturen haben allerdings einige die kürzere Strecke von 22 Kilometern mit rund 1 050 Höhenmetern bevorzugt.

»Die Strecke ist anspruchsvoll, mit tollem Einstieg und setzt auch Eigenverantwortung voraus«, so der erfahrene Runner, der am liebsten selbst mitgelaufen wäre. Reichlich Wasser mitnehmen bei der Hitze wurde beispielsweise dringend empfohlen, aber auch gegenseitige Hilfe zu leisten, falls erforderlich. Gut ein halbes Jahr dauerte die Vorbereitung, bis die Strecke mit Start am Rathaus und Ziel auf dem Unterhausener Sportgelände perfekt ausgearbeitet war und zur Genehmigung vorlag. Gemeinsam mit Gerd Zinkewitz aus Reutlingen war er unterwegs und stellte die Route zusammen. »Er hat die Megaarbeit geleistet, ist die Strecke immer wieder abgelaufen und hat Neues ausprobiert«, betonte Wischniewski. »Das ist nicht selbstverständlich, dass wir hier laufen können.«

Über offizielle Feld- und Waldwege sowie Wurzelpfade hoch auf die Alb und am Albtrauf entlang vorbei an Felsen und durch Bannwälder führte der gewählte Rundweg mit Teilabschnitt auf dem Fernwanderweg HW1. Vom Mädlesfelsen aus habe man einen herrlichen Blick Richtung Tübingen und Stuttgart. Das sei für die Läufer sehr befriedigend und man merke keine Anstrengung mehr, so der Organisator. Von der attraktiven Streckenführung rund um Unterhausen war auch Bürgermeister Peter Nußbaum angetan und er zeigte großen Respekt. »Dieser dritte Lauf findet unter guten Bedingungen statt«, äußerte er sich. Die Gemeinde unterstütze beispielsweise in Sachen Genehmigung und vermittle diesbezüglich zu Fachbüros. Fachleute waren auch im Camp auf dem Sportgelände Berg des TV Unterhausen gefragt. Sie boten Workshops, Training, Diashows, Filme und Vorträge rund ums Thema Running an, was rege genutzt worden sei, resümierte Wischniewski. Eine tolle Atmosphäre habe nicht nur hier, sondern auch beim Lauf geherrscht. Das bestätigt Josefine Lißner, die mit weiteren rund 120 Teilnehmern in Zelten untergebracht war. Aus Sachsen sei sie angereist, eigens wegen des Rennens. »Es geht ständig rauf und runter und es macht viel Spaß hier«, erzählt die 21-Jährige, die hier schon mitgemacht hat. Trotzdem sei sie nervös, denn es verlange alles ab. Nur nicht zu schnell loslaufen und unterwegs Schatten, wünschte sie sich.

Bericht aus dem Reutlinger Generalanzeiger v. 29.05.2017.

Vom VfR Lauftreff waren Andre` Schulenberg, Stefan Voltz, Sebastian Magga, Frank Kedziora, Sarah und Paula Vaske und Uwe Lukas-Nülle mit am Start. Für die Männer ist es eine von vielen Vorbereitungen auf den Transalpine Run Anfang September 2017.