Deutlich verloren – und doch gewonnen

– Basketball

In einem von Anfang an deutlichen Duell verloren die U14-Basketballer ihr Heimspiel gegen BW Hollage mit 23:102 (11:54). Und doch kann die Mannschaft äußerst zufrieden sein mit der gezeigten Leistung, denn es war ein Duell, das wie David gegen Goliath wirkte und in dem David sich nicht versteckte.

Nachdem fast alle unserer älteren Spieler aus unterschiedlichen Gründen für das Spiel absagten, traten wir nur mit einer sehr jungen Truppe an, während Hollage körperlich gut besetzt war. Das führte dazu, dass mit Christian unser größter Spieler ungefähr so groß war wie der kleinste Hollager Spieler. Dementsprechend war die Marschrichtung auch, einfach nur Einsatz zu zeigen, überflüssige Ballverluste zu vermeiden und sich selbst eine ganze Menge zuzutrauen.

Am Anfang wirkte das Team aber doch eingeschüchtert, zumal sie sich eben nicht auf Joshua oder Thomas wie in den letzten Spielen verlassen konnten. Erst nach einer zweiten Auszeit und einem 0:18-Rückstand wachten die Jungs auf und ein Ruck ging durch das Team. Vor allem Tobias packte unter dem Korb zu, holte sich Rebounds und traute sich auch unter dem gegnerischem Korb viel mehr zu. Die Jungs kämpften und ließen die Köpfe nicht hängen. Nur im 3. Viertel, in dem kein Punkt von uns erzielt wurde, agierten sie ein wenig unglücklich.

Wie intakt das Team ist, zeigte dann besonders das letzte Viertel, als die Jungs trotz eines deutlichen 11:86-Rückstands und 14 Minuten ohne eigenen Korberfolgs plötzlich anfingen, ordentlich zu punkten. Insbesondere unser Kleinster und Jüngster, Andreas, legte jeden Respekt ab, zog gegen die “Riesen” zum Korb und punktete dreimal in Folge wie selbstverständlich über deren Köpfe hinweg.

Als Fazit bleibt trotz der deutlichen Niederlage eine kämpferisch und zum Teil auch spielerisch gute Leistung, in einem Duell, in dem David ohne die Benutzung seiner Steinschleuder den Kürzeren gegen Goliath ziehen musste.

Es spielten und punkteten: Marlon Seidel, Ben Steinbacher, Andreas Hehmann (6 Punkte), Björn Köllmann-Haverkamp (6), Felix Wenzel (2), Christian Pieper, Can-Leon Petermöller, Klaas Albers, Tobias Schröer (9)

Manuel Seidel